Eine gute industrielle Kehrmaschine erkennt man nicht am Datenblatt
Die Auswahl einer industriellen Kehrmaschine für eine Baustelle oder ein Baustofflager unterscheidet sich grundlegend von der Auswahl einer Maschine für andere Arbeitsumgebungen.
Denn im Baugewerbe ist die Reinigung mit ständig wechselnden Bedingungen konfrontiert. Zementstaub, Gipsstaub, Sand, Kies, Ziegelbruch und Betonreste befinden sich oft auf derselben Fläche und werden durch den Verkehr von Lkws, Gabelstaplern und Baufahrzeugen ständig aufgewirbelt.
Die gleichen Probleme treten auch in Bauhöfen, Baustofflagern und Lagerbereichen auf, in denen das fortwährende Be- und Entladen von Materialien Staub und Kehrgut verursacht, so dass häufige Reinigungsmaßnahmen erforderlich sind.
Daher reicht es nicht aus, lediglich die Arbeitsbreite, das Fassungsvermögen des Kehrgutbehälters oder die angegebene Leistung zu vergleichen, um die Eignung einer Maschine für den täglichen Arbeitsaufwand zu beurteilen.
Diese Daten beschreiben zwar die Kehrmaschine, erklären jedoch nicht, wie sie reagiert, wenn sie viele Stunden lang in einer Umgebung mit Feinstaub arbeiten, schwere Materialien aufnehmen oder ihre Leistung auf unebenen Oberflächen konstant halten muss.
Man sollte sich also eine andere Frage stellen:
Welche Aspekte sorgen dafür, dass eine industrielle Kehrmaschine auch unter schwierigen Bedingungen dauerhaft gut reinigt?
Die Antwort liegt nicht in einem einzelnen Teil, sondern im Gesamtkonzept der Maschine.
Dem Verständnis halber werden wir die vier kritischen Aspekte analysieren, die die Produktivität im Bauwesen am stärksten beeinflussen, und daraufhin untersuchen, welche planerischen Lösungen hier den entscheidenden Unterschied ausmachen können.
Staub: Der größte Feind der Effizienz
Bei der Reinigung einer Baustelle oder eines Baustofflagers richtet sich das Augenmerk oft auf die sichtbarsten Abfälle. In der Tat erweist sich Staub meistens als das schwierigste Problem.
Zement- und Gipsstaub besteht beispielsweise aus sehr feinen Partikeln, die bei der Reinigung leicht durch die Bürsten wieder aufgewirbelt werden. Ein Teil kann in die Umgebung gelangen, während der abgesaugte Teil das Filtersystem erreicht, wo er sich nach und nach ansammelt.
Es ist genau diese Kombination von Faktoren, die im Laufe der Stunden die Wirksamkeit der Aufnahmeleistung verringern kann.
Daher lässt sich das Problem nicht einfach durch den Einbau eines größeren Filters lösen.
Eine industrielle Kehrmaschine, die für den Einsatz in der Baubranche entwickelt wurde, muss den Staub auf seinem gesamten Weg unter Kontrolle halten: vom Moment an, in dem er von den Bürsten eingesammelt wird, bis zur Abscheidung aus der angesaugten Luft.
Genau nach dieser Logik arbeitet die Aufsitz-Kehrmaschine Magnum.
In erster Linie sollte eine Kehrmaschine verwendet werden, die speziell dafür ausgelegt ist, keinen Staub aufzuwirbeln. Eureka Magnum bietet ein hochwertiges Kehrsystem an, das die Staubentwicklung beim Kehren verringert.
Wenn jedoch trotz allem bei der mechanischen Berührung zwischen den Borsten der Bürste und dem Boden etwas Staub entsteht, kommen bei der Kehrmaschine Magnum eine ganze Reihe von Faktoren ins Spiel, die diesen Staub eindämmen.
Der als Option für jede Seitenbürste erhältliche Staubschutz trägt dazu bei, die Partikel innerhalb des Kehrbereichs einzuschließen und ihre Verbreitung bereits beim ersten Durchgang einzuschränken.
Weitere Staubschutzprofile sind am Umfang der Ansaugkammer um die Hauptkehrwalze herum angebracht, um auch hier den Verbreitungsbereich des Staubs wirksam einzugrenzen und sicherzustellen, dass der Staub vollständig von der Kehrmaschine aufgesaugt wird.
Anschließend kommt der Multipocket-Filter zum Einsatz, der dank seiner Taschen eine große Filterfläche bietet und das Risiko einer Verstopfung verringert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Patronenfiltern erleichtern seine glatten Oberflächen das Ablösen des Staubs beim Einsatz des Filterrüttlers und tragen so dazu bei, die Saugleistung langfristig konstant zu halten. Zudem ist er waschbar sowie wasserbeständig, lässt sich mehrfach reinigen und aufbereiten und muss nicht häufig ersetzt werden. Das spart Wartungskosten und erhöht die Lebensdauer.
Für eine langfristig gleichbleibende Leistung des Filtersystems sorgt der automatische Filterrüttler, der sich bei jedem Start und jedem Ausschalten der Maschine aktiviert. Dieser Reinigungszyklus trägt dazu bei, den auf dem Filter angesammelten Staub zu entfernen, die Effizienz des Filters konstant zu halten und den Bedarf an manuellen Eingriffen seitens des Bedieners zu verringern.
Sofern es die Betriebsbedingungen zulassen, kann die Magnum auch mit staubreduzierenden Zerstäubern ausgestattet werden, die dazu beitragen, die Verbreitung der Partikel bei der Reinigung zu begrenzen. Es muss allerdings die Art des vorhandenen Materials berücksichtigt werden: Bei Zementstaub, Kalk oder Gips könnte die Verwendung von Wasser die Bildung fester Rückstände begünstigen und dadurch die Reinigung erschweren. Aus diesem Grund sind Zerstäuber vor allem dann eine sinnvolle Lösung, wenn es um Staubarten geht, die mit diesem Staubbindungssystem kompatibel sind.
Einzeln betrachtet mögen diese Elemente wie einfache technische Ausstattungen erscheinen.
Sie arbeiten jedoch wie ein einziges System.
Jede Komponente tritt in einer anderen Phase desselben Prozesses in Aktion, wobei alle ein gemeinsames Ziel verfolgen: die Effizienz bei der Kehrgutaufnahme auch bei längerem Einsatz konstant zu halten.
Genau dieser Unterschied hebt eine für den Einsatz im Baugewerbe ausgelegte Maschine von einer Kehrmaschine ab, die für weniger anspruchsvolle Anwendungen bestimmt ist.

Kehrgut: Das Problem ist nicht, es einzusammeln, sondern dies effizient und kontinuierlich zu tun
Während Staub das Saugsystem auf die Probe stellt, beeinträchtigt Kehrgut vor allem die Betriebskontinuität.
In der Baubranche sammelt eine Kehrmaschine mehr als nur eine Art von Material ein. Im Laufe desselben Tages kann das Material von Sand und Schotter zu Ziegelbruch, Betonresten oder anderen Abfällen aus Bautätigkeiten, Umschlag und Lagerung wechseln.
Diese Vielfalt macht die Arbeit im Vergleich zu anderen industriellen Einsatzbereichen wesentlich anspruchsvoller.
Das Fassungsvermögen des Kehrgutbehälters ist daher nicht der einzige Parameter, der berücksichtigt werden muss.
Die Frage ist vielmehr:
Kann die Maschine die Produktivität ohne ständige Arbeitsunterbrechungen aufrechterhalten?
Um diese Anforderung zu erfüllen, verfügt die Aufsitz-Kehrmaschine Magnum über ein Frontladesystem, eine Konstruktionslösung, die sich bei der Aufnahme von mittelgroßem bis großem Kehrgut als besonders effektiv erweist. Dank der Drehrichtung der Hauptkehrwalze wird das Material direkt in den vorderen Kehrgutbehälter befördert, was ein effizienteres Einsammeln im Vergleich zu herkömmlichen Systemen mit hinterer Aufnahme im Überkopfprinzip ermöglicht.
Der schwingend gelagerte Behälter erleichtert das Einsammeln von Materialien unterschiedlicher Eigenschaften.
Im Behälter mit großem Fassungsvermögen lässt sich vor der Entleerung eine größere Menge an Kehrgut aufnehmen.
Bei vollem Behälter ermöglicht die hydraulische Entleerung das schnelle Erledigen des Arbeitsgangs direkt vom Fahrersitz aus und verkürzt dadurch die Stillstandszeiten.
Auch hier macht nicht die einzelne Komponente den Unterschied aus, sondern das nahtlose Zusammenspiel der Lösungen, um einen möglichst kontinuierlichen Arbeitsablauf selbst bei ständig wandelnden Bedingungen zu garantieren.

Unebene Oberflächen: Die Reinigungsqualität muss konstant bleiben
In der Baubranche reicht es nicht aus, dass eine Kehrmaschine das Material einfach nur gut aufnimmt. Sie muss dies auch ebenso effektiv tun, wenn sich die Bodenbeschaffenheit ändert.
Baustellen, Bauhöfe und Materiallager weisen häufig unebene Bodenbeläge, Fugen, Bodenwellen oder durch den ständigen Betriebsmittelverkehr abgenutzte Oberflächen auf. Unter diesen Bedingungen ändert sich der Kontakt zwischen den Bürsten und dem Boden laufend. Kann sich die Maschine nicht daran anpassen, so lässt die Reinigungsqualität nach.
Der Verschleiß der Bürsten beeinträchtigt die Arbeit zusätzlich. Mit der Zeit kann die Leistung, besonders auf rauen Oberflächen, sinken, da das Aufnahmesystem schlichtweg nicht mehr unter optimalen Bedingungen arbeitet.
Eine für diese Einsatzbereiche ausgelegte Kehrmaschine muss daher zwei Aufgaben erfüllen: sich an die Unebenheiten des Bodens anpassen und die Effizienz des Reinigungssystems langfristig erhalten.
Bei der Aufsitz-Kehrmaschine Magnum wird diese Vorgabe durch das Zusammenspiel mehrerer Lösungen erreicht.
Die Räder mit superelastischen Reifen tragen dazu bei, die Stabilität der Maschine auch auf unebenen Bodenbelägen zu verbessern.
Die selbstjustierenden MultiBristle-Bürsten sind so ausgelegt, dass sie den Verschleiß progressiv ausgleichen und dadurch einen gleichmäßigeren Kontakt mit dem Boden garantieren.
Das Fahrgestell aus starkem lackiertem Stahl, das von Eureka betriebsintern entwickelt und gefertigt wurde, bildet eine robuste Struktur, die den typischen Belastungen in der Baubranche standhält. Diese Konstruktionslösung trägt dazu bei, die Integrität der Maschine langfristig zu wahren, auch bei Stößen, Vibrationen und schweren Einsätzen.
Bei einem anfallenden Austausch sorgt das werkzeuglose System dafür, dass die Maschine schnell wieder voll einsatzfähig ist, wodurch Ausfallzeiten reduziert werden.
Auch hier kommt es nicht auf die einzelne Lösung an, sondern auf das Gesamtergebnis: die Reinigungsqualität konstant zu halten, selbst wenn die Arbeitsbedingungen alles andere als ideal sind.
Intensive Einsätze: Die Reinigungsleistung hängt auch von der Betriebskontinuität ab
Im Baugewerbe kommt eine Kehrmaschine nicht nur in staubigen Umgebungen zum Einsatz.
Sie arbeitet auch unter Bedingungen, die die Struktur der Maschine ständig auf eine harte Probe stellen.
Zufällige Stöße, abrasive Materialien, ständige Handhabung und anspruchsvolle Oberflächen gehören auf Baustellen sowie in Baustofflagern zum normalen Betriebsalltag.
In solchen Szenarien geht es nicht darum, einfach nur über eine robuste Maschine zu verfügen.
Das eigentliche Ziel besteht darin, das Risiko von Betriebsunterbrechungen durch die Arbeitsbedingungen zu minimieren.
Infolgedessen ist die Aufsitz-Kehrmaschine Magnum auch in der Version Total Steel erhältlich, bei der die am stärksten beanspruchten Bauteile aus Stahl gefertigt sind.
Bei dieser Lösung geht es nicht darum, mit einer weiteren Eigenschaft im Datenblatt der Maschine aufzutrumpfen.
Diese konstruktive Entscheidung zielt darauf ab, die Eignung der Maschine für die im Bausektor typischen schweren Einsätze zu verbessern und ihre volle Betriebstüchtigkeit auch bei der täglichen Arbeit unter besonders anspruchsvollen Bedingungen zu erhalten.
Robustheit ist somit nicht das Endziel der Planung.
Sie ist einer der Aspekte, die die Kontinuität der Arbeit fördern.
So wählen Sie die richtige industrielle Kehrmaschine aus
Nach der Analyse der wichtigsten Problembereiche in der Baubranche kommt ein allzu oft unterschätzter Aspekt ins Spiel.
Die technischen Daten sind zwar nach wie vor wichtig, beschreiben aber nur einen Teil der Maschine.
Die Arbeitsbreite, das Fassungsvermögen des Behälters oder die angegebene Leistung helfen beim Vergleich zweier Modelle, geben jedoch keinen Aufschluss darüber, wie sich diese nach vielen Betriebsstunden im Einsatz mit Zementstaub, schweren Abfällen und unebenen Oberflächen verhalten.
Daher sollte man sich vor der Wahl einer industriellen Kehrmaschine einige Fragen stellen.
Wie wird der Staub bei der Aufnahme gehandhabt?
Ist die Maschine so ausgelegt, dass sie langfristig ohne Leistungseinbußen arbeiten kann?
Wie geht sie mit sehr unterschiedlichen Materialien um?
Kann sie die Reinigungsqualität auch bei wechselnden Bodenverhältnissen konstant halten?
Ist ihr Aufbau für die im Baugewerbe typischen hohen Beanspruchungen geeignet?
Die Antworten auf diese Fragen geben Aufschluss darüber, ob eine Maschine für den Einsatz in der Baubranche oder für weniger anspruchsvolle Anwendungen ausgelegt wurde.


























